Nicht jede Seite deines Shopify-Stores soll über Google gefunden werden. Manche Inhalte sind nur für bestimmte Zielgruppen gedacht, andere enthalten doppelte Informationen oder dienen zeitlich begrenzten Marketingaktionen. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, eine Shopify-Seite nicht indexieren zu lassen.
Mit dem Metafeld seo.hidden kannst du einzelne Seiten, Produkte und Blogbeiträge von Suchmaschinen ausschließen, ohne dafür den Theme-Code bearbeiten zu müssen. Wie das funktioniert und wann sich diese Einstellung lohnt, erfährst du in diesem Beitrag.
Wie kannst du eine Shopify-Seite nicht indexieren lassen?
Um eine Shopify-Seite nicht indexieren zu lassen, kannst du das Metafeld seo.hidden verwenden. Erstelle dafür im Shopify-Adminbereich eine Metafelddefinition mit diesem Namen und setze den Wert bei der gewünschten Seite auf 1. Shopify schließt die Seite daraufhin von der Suchmaschinenindexierung und der internen Shopsuche aus.
Was bedeutet noindex bei Shopify?
Das sogenannte noindex-Tag ist eine Anweisung an Suchmaschinen wie Google, eine bestimmte URL nicht in ihren Suchindex aufzunehmen. Ist eine Seite bereits indexiert, kann sie nach dem erneuten Crawling aus den Suchergebnissen entfernt werden.
Die Seite bleibt dabei grundsätzlich über ihre direkte URL erreichbar. Kund:innen können sie beispielsweise weiterhin über einen Link in einer E-Mail aufrufen.
Das kann für deine Suchmaschinenoptimierung (SEO) sinnvoll sein. Schließlich muss nicht jede Unterseite deines Onlineshops in den Google-Suchergebnissen erscheinen.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen drei Begriffen:
- Crawling: Suchmaschinen-Bots rufen eine Webseite auf und analysieren ihren Inhalt.
- Indexierung: Die Suchmaschine nimmt eine Seite in ihren Suchindex auf.
- Ranking: Eine indexierte Seite kann für passende Suchanfragen in den Suchergebnissen erscheinen.
Mit noindex kannst du die Aufnahme in den Suchindex verhindern. Das bedeutet allerdings nicht, dass deine Seite vollständig unsichtbar oder vor unbefugtem Zugriff geschützt ist.
Wenn du das Metafeld seo.hidden verwendest, setzt Shopify eine noindex,nofollow-Anweisung. Damit signalisierst du Suchmaschinen, dass die Seite nicht indexiert werden soll und den darauf enthaltenen Links nicht gefolgt werden soll. Zusätzlich entfernt Shopify die Seite aus der XML-Sitemap und der internen Shopsuche.
Wann solltest du eine Shopify-Seite nicht indexieren lassen?
Landingpages für Marketingkampagnen
Du kannst spezielle Landingpages erstellen, die ausschließlich für bestimmte Werbekampagnen gedacht sind.
Angenommen, du betreibst einen Onlineshop für Naturkosmetik und entwickelst eine Landingpage für eine zeitlich begrenzte Rabattaktion. Besucher:innen gelangen über einen Newsletter oder eine bezahlte Anzeige auf diese Seite.
Wenn die Landingpage nur wenig eigenständigen Inhalt bietet und langfristig keinen Mehrwert für Suchmaschinen bietet, kann es sinnvoll sein, sie von der Indexierung auszuschließen.
Doppelte oder sehr ähnliche Inhalte
Duplicate Content entsteht, wenn identische oder sehr ähnliche Inhalte unter verschiedenen URLs erreichbar sind.
Das kann beispielsweise passieren, wenn du mehrere Versionen einer Produkt- oder Landingpage für A/B-Tests erstellst.
Allerdings solltest du doppelte Inhalte nicht grundsätzlich mit noindex ausschließen. Google empfiehlt hierfür häufig Canonical-Tags. Mit ihnen kannst du angeben, welche URL als bevorzugte Version behandelt werden soll.
Das Metafeld seo.hidden eignet sich dagegen, wenn eine bestimmte Seite überhaupt nicht in den Suchergebnissen erscheinen soll.
Shopify fügt vielen Seiten bereits automatisch Canonical-Tags hinzu, sodass du nicht bei jeder ähnlichen URL selbst eingreifen musst.
Veraltete Blogbeiträge
Auch ältere Blogbeiträge können ein Grund sein, einzelne Seiten von der Indexierung auszuschließen.
Stell dir vor, du hast einen Beitrag über eine inzwischen abgeschlossene Produktaktion veröffentlicht. Die Informationen sind nicht mehr aktuell, du möchtest den Beitrag aber weiterhin über einen direkten Link zugänglich machen.
In diesem Fall kann noindex sinnvoll sein.
Bevor du einen veralteten Artikel ausschließt, solltest du allerdings prüfen, ob eine Aktualisierung oder Weiterleitung die bessere Lösung ist. Insbesondere Beiträge mit wertvollem organischem Traffic sollten nicht ohne Weiteres aus dem Suchindex entfernt werden.
Shopify-Seite nicht indexieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Bei Shopify kannst du das Metafeld seo.hidden verwenden, um einzelne Inhalte ohne Programmierkenntnisse von der Indexierung auszuschließen.
Schritt 1: Seite auswählen
Entscheide zunächst, welche Seite du nicht indexieren lassen möchtest.
Das Metafeld lässt sich unter anderem für folgende Inhaltstypen verwenden:
- Produkte
- Seiten
- Blogbeiträge
Überprüfe vorab, ob die Seite bereits organischen Traffic über Google erhält. Dazu kannst du die Google Search Console verwenden.
Schritt 2: Metafeld erstellen
Öffne deinen Shopify-Adminbereich und navigiere zu Einstellungen > Metafelder und Metaobjekte.
Wähle unter den Metafelddefinitionen den gewünschten Inhaltstyp aus, beispielsweise „Seiten“ oder „Produkte“.
Klicke anschließend auf „Definition hinzufügen“ und trage folgende Angaben ein:
- Name: SEO Hidden
- Namespace und Schlüssel:
seo.hidden - Typ: Ganzzahl
- Anzahl der Werte: Ein Wert
- Maximalwert bei den Validierungen:
1
Optional kannst du eine Beschreibung hinzufügen, die erklärt, dass der Wert 1 die jeweilige Seite von Suchmaschinen ausschließt.
Speichere die neue Metafelddefinition.
Falls Shopify anzeigt, dass seo.hidden bereits vergeben ist, wird dieses Metafeld möglicherweise von einer App verwendet. In diesem Fall kannst du eine Definition für das vorhandene Metafeld erstellen, sofern es für den entsprechenden Inhaltstyp verfügbar ist.
Schritt 3: Indexierung deaktivieren
Navigiere nun zu der Seite, die du aus den Suchergebnissen ausschließen möchtest.
Wenn du beispielsweise eine Produktseite bearbeiten möchtest, öffne im Shopify-Adminbereich den Bereich „Produkte“ und wähle das entsprechende Produkt aus.
Scrolle zum Abschnitt „Metafelder“. Dort findest du das zuvor angelegte Feld „SEO Hidden“.
Trage den Wert 1 ein und speichere deine Änderungen.
Shopify verwendet die Einstellung, um die Seite für unterstützte Suchmaschinen von der Indexierung auszuschließen. Außerdem wird sie aus der XML-Sitemap und der internen Shopsuche entfernt.
Schritt 4: Umsetzung überprüfen
Nach dem Speichern solltest du kontrollieren, ob die Einstellung korrekt übernommen wurde.
Öffne die entsprechende Seite in deinem Browser und lasse dir den Seitenquelltext anzeigen. Suche nach noindex und überprüfe, ob eine entsprechende Robots-Anweisung vorhanden ist, beispielsweise <meta name="robots" content="noindex,nofollow">.
Anschließend kannst du die URL über das URL-Prüftool der Google Search Console kontrollieren. Dort erfährst du, ob Google die Seite bereits erneut gecrawlt und das noindex-Signal erkannt hat.
Beachte, dass eine Seite nicht unmittelbar nach der Änderung aus den Google-Suchergebnissen verschwindet. Zunächst muss Google die URL erneut crawlen und das noindex-Signal erkennen. Dieser Vorgang kann einige Tage oder Wochen, in manchen Fällen aber auch mehrere Monate dauern.
Welche Alternativen zu noindex gibt es bei Shopify?
Nicht immer ist das Metafeld seo.hidden die beste Wahl. Je nachdem, was du erreichen möchtest, stehen dir weitere Möglichkeiten zur Verfügung.
Canonical-Tags verwenden
Wenn mehrere URLs ähnliche oder identische Inhalte besitzen, kannst du mithilfe eines Canonical-Tags eine bevorzugte URL angeben.
Das ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn eine Produktseite über mehrere URL-Varianten erreichbar ist.
Shopify erstellt für viele Seitentypen automatisch Canonical-Tags. Diese können dazu beitragen, Probleme mit doppelten Inhalten zu vermeiden.
Anders als bei noindex geht es hier nicht darum, eine Seite grundsätzlich auszuschließen, sondern darum, welche Version von Suchmaschinen bevorzugt werden soll.
Produkte als „Nicht gelistet“ kennzeichnen
Shopify bietet für Produkte außerdem den Status „Nicht gelistet“.
Dieser eignet sich für Produkte, die nur über einen direkten Link erreichbar sein sollen.
Nicht gelistete Produkte erscheinen unter anderem nicht in der Internetsuche, in der internen Shopsuche, auf Shopify-gestützten Kollektionsseiten oder in Produktempfehlungen.
Im Gegensatz zu Produkten, die du mit seo.hidden ausblendest, erscheinen nicht gelistete Produkte auch nicht auf Shopify-gestützten Kollektionsseiten oder in Produktempfehlungen. Zudem stehen sie nicht auf externen Vertriebskanälen zur Verfügung. Produkte mit seo.hidden können dort weiterhin sichtbar sein.
Seiten mit einem Passwort schützen
Möchtest du verhindern, dass Unbefugte auf bestimmte Inhalte zugreifen, reicht noindex nicht aus.
Eine nicht indexierte Seite kann weiterhin über ihre URL aufgerufen werden. Für vertrauliche Informationen ist deshalb eine geeignete Zugriffsbeschränkung erforderlich.
robots.txt verwenden
Die robots.txt-Datei legt fest, welche Bereiche einer Website von Suchmaschinen-Crawlern aufgerufen werden dürfen.
Shopify stellt dafür standardmäßig eine vorkonfigurierte Datei bereit.
Allerdings solltest du die robots.txt nicht mit noindex verwechseln: Eine Crawling-Sperre verhindert nicht zuverlässig, dass eine URL in Google erscheint. Außerdem kann Google ein noindex-Tag nicht erkennen, wenn der Zugriff auf die betreffende Seite blockiert ist.
Häufige Fehler beim Ausschließen von Shopify-Seiten
Wenn du eine Shopify-Seite nicht indexieren lassen möchtest, solltest du einige typische Fehler vermeiden.
Ein häufiger Fehler besteht darin, Seiten vorschnell von der Indexierung auszuschließen. Gerade Produktseiten, Kategorieseiten und informative Blogbeiträge können wertvollen organischen Traffic generieren.
Ein weiterer Fehler ist die gleichzeitige Verwendung widersprüchlicher Einstellungen. Wenn du beispielsweise eine URL über die robots.txt blockierst, kann Google möglicherweise nicht mehr erkennen, dass sie zusätzlich mit noindex versehen wurde.
Auch die Auswirkungen auf die interne Shopsuche solltest du berücksichtigen. Das Metafeld seo.hidden entfernt Inhalte nicht nur aus Suchmaschinen und Sitemaps, sondern auch aus der Shopify-Suche.
Prüfe deshalb immer, ob du eine Seite tatsächlich vollständig aus den Suchergebnissen ausschließen möchtest oder nur ihre Darstellung in Google beeinflussen willst.
Fazit: Shopify-Seiten gezielt von der Indexierung ausschließen
Nicht jede Seite deines Shopify-Stores muss in den Google-Suchergebnissen erscheinen. Mit dem Metafeld seo.hidden kannst du einzelne Produkte, Seiten und Blogbeiträge gezielt von der Indexierung ausschließen. Das ist beispielsweise bei temporären Landingpages, veralteten Inhalten oder bestimmten Testseiten sinnvoll.
Allerdings ist noindex nicht für jede Situation die beste Lösung. Bei doppelten Inhalten können Canonical-Tags geeigneter sein, während sich für Produkte, die ausschließlich über einen direkten Link erreichbar sein sollen, der Status „Nicht gelistet“ anbietet. Entscheidend ist, dass du die jeweilige Einstellung passend zu deinem Ziel auswählst und ihre Auswirkungen auf die Sichtbarkeit deines Onlineshops berücksichtigst.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Shopify.com-Blog und wurde übersetzt und für den deutschsprachigen Markt angepasst.




